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Geldwäsche bei Liberty Reserve

Liberty Reserve unterstand nicht der Finanzaufsicht für Banken

Kategorie: Bezahlte Startseite

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30.05.2013

Wenigen in Deutschland dürfte der Name Liberty Reserve ein Begriff sein, jedoch einigen aus der Paid4-Szene schon eher. Die Liberty Reserve Bank, wie die richte Bezeichnung lautet, hat nach US-Medienberichten mit Hilfe ihrer Internetwährung "LR" Geldwäsche im großen Stil betrieben. Die Liberty Reserve, so lautet der Vorwurf, hätte illegale Gelder aus Ländern wie Nigeria oder Russland eingenommen und diese dann als Auszahlungen über die Internetwährung wieder ausbezahlt.

Die User konnten sich ohne grundlegende Prüfung ein anonymes Konto bei dem Dienst einrichten und sich das Geld ausbezahlen lassen, sobald Sie genügend Punkte der eigenen Internetwährung gesammelt hatten. Übrigens setzten auch etliche amerikanische Buxseiten diese Währung als Auszahlungsvariante ein.

Die USA, welche nun Liberty Reserve verklagen, waren völlig machtlos, da es sich bei Liberty Reserve offiziell nicht um eine Bank handele, sondern ein Bezahlsystem. Und aus diesem Grund war die Internetfirma, mit Hauptsitz in Costa Rica, auch nicht der Aufsicht der Finanzbehörden unterstellt.

Die Gesamtsumme der Geldwäsche soll ca. 6 Mrd US-Dollar (4,7 Mrd Euro) betragen und sich auf ca. 55 Mio Transaktionen erstrecken. Die New York Times zitierte Richard Weber von der US-Steuerbehörde sehr treffend: "Wenn Al Capone heute noch am Leben wäre, würde er so sein Geld verstecken". Weiter fügte er an, dass in der internationalen Geldwäsche die "Cyber-Ära" angebrochen wäre.

Hintergrund: 

Erst vor kurzem, ist es in New York zum bisher größten Diebstahl von Hackern gekommen, die mit Hilfe von Programmen die Bankensysteme ausgetrickst haben. So wurden in den USA an etlichen Bankautomaten von verschiedenen Leuten viele Millionen Dollar abgehoben. Die Täter wurden zwar zum größten Teil erwischt (auch weil Sie sich stolz mit der Millionen-Beute fotografiert haben), jedoch arbeiteten genau diese Täter auch mit der Liberty Reserve.

In den USA wird daher die Forderung nach einer besseren Überwachung von Internetwährungen immer lauter. Auch hierzulande sind Internetwährungen populär (z.B. Klammlose, Primus usw.), jedoch in keinster Weise mit Liberty Reserve zu vergleichen, da diese weltweit agierte und mit kriminellen Banden zusammenarbeiteten. Trotzdem stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass Bezahlsysteme so wenige überwacht werden?

Im Fall Liberty Reserve wird sich der Prozess sicher über Jahre hinziehen, in dieser Zeit werden die kriminellen Banden neue Wege finden, sich das Geld reinzuwaschen. Trotzdem spürt man, dass die Finanzbehörden in letzter Zeit einige empfindliche Siege im Kampf gegen Steuerflucht, Geldwäsche und Internetkriminalität auf ihrer Seite verbuchen konnten.

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